Berufe im Gesundheits- und Sozialmanagement

Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen
Berufe im Gesundheits- und Sozialmanagement

Die Tätigkeit im Überblick
Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen informieren Kunden persönlich und telefonisch bei Fragen zu Förderungs-, Beratungs- und Unterstützungsdienstleistungen der Agenturen für Arbeit und bearbeiten Anträge auf Leistungen wie z.B. Arbeitslosengeld. Daneben übernehmen sie interne Serviceaufgaben.

Die Ausbildung im Überblick
Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im öffentlichen Dienst.

Typische Branchen
Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen finden Beschäftigung in örtlichen Agenturen für Arbeit, in Jobcentern nach SGB II und bei Familienkassen.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Anliegen und unterschiedliche Lebenslagen von Kunden erkennt und angemessen darauf reagiert
  • wie man Informationen aufbereitet und adressatengerecht kommuniziert
  • wie Konflikte erkannt, analysiert und versachlicht werden können
  • wie man aus schriftlichen und mündlichen Informationen den wesentlichen Sachverhalt ermittelt, Lösungsvorschläge entwickelt und weitere Handlungsschritte einleitet
  • wie man Rechtsgrundlagen bei Fachaufgaben anwendet und sich in neues Recht einarbeitet
  • wie man Unterlagen für die Beratung und Vermittlung vorbereitet und Kundendaten erfasst
  • Kunden über das Beratungs- und Vermittlungsangebot und die entsprechenden Dienstleistungen zu informieren
  • wie man Anliegen prüft, weiterleitet und abschließend klärt
  • welche Leistungen der sozialen Sicherung nach dem Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch es gibt, wie man Ansprüche prüft und über Anträge entscheidet
  • wie man Personalangelegenheiten unter Beachtung arbeits- und sozialrechtlicher Bestimmungen bearbeitet

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. das Gesamtsystem der sozialen Sicherung erfassen, beim Erlassen von Bescheiden mitwirken) und allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Quelle Text: Agentur für Arbeit

Kaufmann/-frau - Gesundheitswesen
Berufe im Gesundheits- und Sozialmanagement

Die Tätigkeit im Überblick
Kaufleute im Gesundheitswesen planen bzw. organisieren Geschäfts- und Leistungsprozesse, entwickeln Dienstleistungsangebote und übernehmen Aufgaben im Qualitätsmanagement oder Marketing.

Die Ausbildung im Überblick
Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel.

Typische Branchen
Kaufleute im Gesundheitswesen finden Beschäftigung in Krankenhäusern, in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in medizinischen Labors oder Arztpraxen, bei Krankenversicherungen und Rettungsdiensten und in Altenpflegeheimen oder in der ambulanten Alten- und Krankenpflege.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • was die Aufgaben und rechtlichen Grundlagen des Gesundheitswesens sind, wie seine Organisation aussieht und welche Stellung es innerhalb des Systems sozialer Sicherung einnimmt
  • wie man Dienstleistungen anbietet, Kunden berät und Verträge abschließt
  • welche rechtlichen Vorschriften beim Anbieten und Vermarkten von Gesundheitsdienstleistungen zu berücksichtigen sind
  • welche Zusammenhänge es zwischen Qualität und Kundenzufriedenheit gibt und welche Auswirkungen diese auf das Betriebsergebnis haben
  • wie man Gebührenordnungen und Entgeltformen betriebsbezogen anwendet und zweckgebundene Finanzmittel einsetzt
  • wie man Systeme und Verfahren zur Preisbildung im Gesundheitswesen anwendet
  • wie man Abrechnungen durchführt, prüft, weiterleitet und auswertet
  • wie man Prozess- und Erfolgskontrollen vornimmt und Korrekturmaßnahmen ergreift
  • was bei der Anwendung von betrieblichen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumenten besonders zu beachten ist
  • wie man Maßnahmen des Qualitätsmanagements im Betrieb anwendet und deren Einhaltung überprüft

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Dienstleistungen anbieten, Märkte analysieren und Marketinginstrumente anwenden) und allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende" soll angehende Kaufleute dazu befähigen, typische berufliche Aufgabenstellungen in einer Fremdsprache wie Englisch zu bearbeiten und z.B. Telefonate und Gespräche zu führen oder Geschäftsbriefe zu verfassen. Für den Erwerb der Zusatzqualifikation absolvieren die Auszubildenden eine Prüfung, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht. Weitere Informationen erteilt die zuständige Industrie- und Handelskammer.

Krankenhaus 4.0: Herausforderung für Management, Verwaltungspersonal und IT
Die zunehmende Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft stellt kaufmännische Führungskräfte, Verwaltungsmitarbeiter/innen und IT-Spezialisten in Krankenhäusern vor neue Herausforderungen. Der Einsatz von elektronischen Patientenakten, eine digitale Bettenplanung, die fallbezogene Materialerfassung oder die Vernetzung mit externen Kooperationspartnern wie Spezial- oder Reha-Kliniken erfordern die Bereitschaft zur Weiterbildung. Besonderes Augenmerk liegt auch auf der IT-Sicherheit und dem Datenschutz.

Quelle Text: Agentur für Arbeit

Operationstechnische/r Assistent/in
Berufe im Gesundheits- und Sozialmanagement

Die Tätigkeit im Überblick
Operationstechnische Assistenten und Assistentinnen betreuen Patienten vor und nach Operationen, bereiten Operationseinheiten vor und assistieren bei Eingriffen.

Die Ausbildung im Überblick
Operationstechnische/r Assistent/in ist eine durch die Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) oder landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen. Sie dauert in Vollzeit 3 Jahre, in Teilzeit höchstens 5 Jahre und führt zu einer staatlichen Abschlussprüfung.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine Aus- bzw. Weiterbildung zum Chirurgisch-technischen Assistenten/zur Chirurgisch-technischen Assistentin zu absolvieren. Diese setzt jedoch die Fachhochschulreife oder einen mittleren Bildungsabschluss und eine mindestens zweijährige erfolgreich abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung voraus.

Typische Branchen
Operationstechnische Assistenten und Assistentinnen finden Beschäftigung in Krankenhäusern und Fach- oder Universitätskliniken und in ambulanten Operationszentren. 

Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise

Im Lernbereich I - Kernaufgaben der Operationstechnischen Assistenten und Assistentinnen:

  • wie man hygienisch arbeitet und medizinisch-technische Geräte vorbereitet, bedient und nachbereitet
  • wie man Patienten fachkundig begleitet und betreut
  • wie man Springertätigkeiten plant und strukturiert ausführt
  • welche Maßnahmen man in Krisen und Katastrophensituationen einleitet

Im Lernbereich II - Spezielle Aufgaben der Operationstechnischen Assistenten und Assistentinnen:

  • wie man Instrumentiertätigkeiten in den verschiedenen operativen Fachgebieten plant und strukturiert ausführt
  • wie man bei Diagnostik und Therapie in der Ambulanz/Notfallaufnahme sowie im Tätigkeitsfeld Endoskopie assistiert
  • wie man Medizinprodukte im Tätigkeitsfeld der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) aufbereitet
  • wie man im Tätigkeitsfeld Anästhesie mitwirkt

Im Lernbereich III - Ausbildungs- und Berufssituationen von Operationstechnischen Assistenten und Assistentinnen:

  • wie man berufliches Selbstverständnis entwickelt und lernt, berufliche Anforderungen zu reflektieren
  • wie man in Gruppen und Teams zusammenarbeitet

Im Lernbereich IV - Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen:

  • wie man berufliches Handeln an rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Qualitätskriterien ausrichtet
  • wie man berufliches Handeln im gesellschaftlichen Kontext gestaltet

Praktikum
Bei Praktika werden die theoretischen Inhalte in Kliniken umgesetzt und angewandt. Die Schüler/innen sammeln Erfahrungen in den berufstypischen Arbeitsmethoden wie richtiges Instrumentieren oder Springertätigkeit. Sie gewinnen einen Überblick über den Aufbau und die Ablauforganisation in den Operationsabteilungen sowie z.B. in der chirurgischen Ambulanz und der Endoskopieabteilung.

Computer-, roboterassistierte und vernetzte Chirurgie
Chirurgie, bei der operative Eingriffe manuell durchgeführt, Chirurgen jedoch durch Computertechnik unterstützt werden, gewinnt zunehmend an Bedeutung. So erhalten Operateure vor und während des Eingriffs zusätzliche Orientierung durch bildgeführte Navigation; mit Sensoren ausgestattete Skalpelle helfen z.B. beim Aufspüren von kleinsten Tumoren. Bei der vernetzten Chirurgie soll beispielsweise der Blutdruckwert des Patienten, im Anästhesiegerät gemessen, sofort im Endoskopiebild erscheinen. Auch Robotertechnik wird immer mehr eingesetzt. Sie zielt u.a. darauf ab, Eingriffe zu verkürzen, mehr Präzision zu ermöglichen und damit Risiken zu reduzieren.

Quelle Text: Agentur für Arbeit