Berufe rund um Transport, Lager und Logistik

Fachkraft - Kurier-, Express- und Postdienstleistungen
Berufe rund um Transport, Lager und Logistik

Die Tätigkeit im Überblick
Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen sortieren Sendungen, planen die Zustellfolge, stellen Sendungen zu und beraten Kunden.

Die Ausbildung im Überblick
Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen ist ein 2-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf bei Post- und Kurierdiensten (Ausbildungsbereich Industrie und Handel).

Typische Branchen
Fachkräfte für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen finden Beschäftigung bei Brief- und Paketdiensten, Kurier- und Expressdiensten und in Speditionen.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man die Sendungen überprüft, nach Auslieferfolge sortiert und zustellt
  • wie man Zahlungen entgegennimmt und dokumentiert
  • was bei der Abholung und der wiederholten Zustellung von Sendungen wichtig ist, wie unzustellbare Sendungen bearbeitet werden und wie man Kundengespräche führt
  • wie man die betriebsspezifische Software anwendet, z.B. die Sendungsverfolgungssysteme
  • welche Bestimmungen man über den Datenschutz (Postgeheimnis) kennen muss
  • wie man Kunden über das Angebot des Betriebes informiert, Preise berechnet und Sendungen annimmt
  • wie man Sendungen auf Maße und Gewichte prüft, Nachentgelte berechnet, Reklamationen und Beschwerden entgegennimmt
  • was bei der Versendung von Gefahrgut zu beachten ist

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Zahlungsvorgänge bearbeiten, Auslieferungen nachbearbeiten und Kundenkontakte pflegen, Sendungen an Empfänger ausliefern) und allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Drohnen in Logistik und Transport
In Logistik und Transport sollen künftig in großem Umfang Drohnen eingesetzt werden. Getestet werden sogenannte Paketdrohnen derzeit von großen Logistikdienstleistern und Unternehmen mit eigenem Lieferservice. Auch für die Erfassung der Lagerbestände, z.B. bei der Inventur, werden Drohnen bereits erprobt. Eingesetzt werden Drohnen bereits z.B. im Ersatzteiltransport in großen Werken. Um diese Technologie anwenden zu können, müssen sich Fachkräfte die entsprechenden Kenntnisse aneignen.

Quelle Text: Agentur für Arbeit

Fachkraft - Lagerlogistik
Berufe rund um Transport, Lager und Logistik

Die Tätigkeit im Überblick
Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Güter an, kontrollieren sie und lagern sie sachgerecht. Sie stellen Lieferungen und Tourenpläne zusammen, verladen und versenden Güter. Außerdem wirken sie bei der Optimierung logistischer Prozesse mit.

Die Ausbildung im Überblick
Fachkraft für Lagerlogistik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel. Die Ausbildung findet auch im Handwerk statt.

Typische Branchen
Fachkräfte für Lagerlogistik finden Beschäftigung in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Güter quantitativ und qualitativ kontrolliert, Eingangsdaten erfasst und Fehlerprotokolle erstellt
  • wie man Begleitpapiere nach betrieblichen Vorgaben und auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüft, unter Berücksichtigung von Zoll- und Gefahrgutvorschriften
  • welche Normen, Maße, Mengen- und Gewichtseinheiten zu beachten sind
  • wie man Güter unter Beachtung von Einlagerungsvorschriften einlagert
  • wie insbesondere Gefahrgüter, gefährliche Arbeitsstoffe, Zollgut, verderbliche Ware unter Beachtung von Kennzeichnungen und Symbolen zu handhaben sind
  • welche Transportverpackungen und Füllmaterialien hinsichtlich Güterart, Transportart, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit auszuwählen sind
  • wie man Sendungen entsprechend der Gütereigenschaften und Verkehrsmittel verlädt und verstaut
  • wie man Qualität und Wert der Güter während ihrer Lagerzeit erhält
  • wie Ladelisten und Beladepläne unter Beachtung der Ladevorschriften zu erstellen sind
  • wie man Versand- und Begleitpapiere bearbeitet und außenwirtschaftliche Vorschriften beachtet
  • wie man Kommunikation mit vorausgehenden und nachfolgenden Funktionsbereichen sicherstellt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. logistische Prozesse optimieren, Kennzahlen ermitteln und auswerten, Touren planen) und allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Cobots (kollaborierende Roboter) in der Logistik
Cobots, also kollaborierende Roboter, sollen künftig Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten. Dank hoch entwickelter Sensoren kommen Cobots bei der kleinsten Berührung zum Stillstand, damit nebenstehenden Menschen keine Gefahr droht. Cobots unterschiedlicher Traglastklassen oder fahrerlose Transportsysteme nehmen den Menschen u.a. lange Wege und schwere Lasten ab: Im Lager des Onlinehandels etwa finden sie das Regal mit der georderten Ware und transportieren sie weiter zum Packbereich. Cobots sind handlicher als Industrieroboter, deutlich günstiger in der Anschaffung und können ohne Programmierkenntnisse schnell und flexibel in Betrieb genommen werden. Führungs- und Fachkräfte in der Logistik werden sich mit entsprechenden Investitionsentscheidungen auseinandersetzen bzw. sich durch Weiterbildung auf den Einsatz der neuen Technik vorbereiten.

Drohnen in Logistik und Transport
In Logistik und Transport sollen künftig in großem Umfang Drohnen eingesetzt werden. Getestet werden sogenannte Paketdrohnen derzeit von großen Logistikdienstleistern und Unternehmen mit eigenem Lieferservice. Auch für die Erfassung der Lagerbestände, z.B. bei der Inventur, werden Drohnen bereits erprobt. Eingesetzt werden Drohnen bereits z.B. im Ersatzteiltransport in großen Werken. Um diese Technologie anwenden zu können, müssen sich Fachkräfte die entsprechenden Kenntnisse aneignen.

Einsatz von Wearables in der Logistik
Wearables, d.h. mobile Computersysteme, die man am Körper trägt, erobern auch Lagerhaltung und Logistik. So werden beispielsweise Handschuhe mit eingebautem Minicomputer entwickelt, mit deren Hilfe man u.a. Waren scannen, Objekte erkennen sowie Workflowprozesse überwachen kann. Um für diese Entwicklung gerüstet zu sein, müssen sich die Fachkräfte mit der neuen Technik vertraut machen.

Automatisierung und Vernetzung von Logistikprozessen
Materialflüsse werden zunehmend effizienter. Genutzt werden z.B. fahrerlose Gabelstapler, Transportroboter und vernetzte Regalsysteme. "Intelligente" Transportbehälter können eigenständig Kommissionierungsvorgänge leiten und kontrollieren, indem sie in Echtzeit Informationen über Lagerort, Stückzahl oder Transportwege austauschen. Teilweise holen sie sich dank Energy Harvesting die erforderliche Energie aus der Umgebung, ohne eine zusätzliche Stromquelle zu benötigen.

Quelle Text: Agentur für Arbeit

Fachlagerist/in
Berufe rund um Transport, Lager und Logistik

Die Tätigkeit im Überblick
Fachlageristen und -lageristinnen nehmen Waren an und lagern diese sachgerecht. Sie stellen Lieferungen für den Versand zusammen bzw. leiten Güter an die entsprechenden Stellen im Betrieb weiter.

Die Ausbildung im Überblick
Fachlagerist/in ist ein 2-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handel. Die Ausbildung findet auch im Handwerk statt.

Typische Branchen
Fachlageristen und Fachlageristinnen finden Beschäftigung in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche.

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Güter auszeichnet und sortiert, Lager- und Verkaufseinheiten bildet und Güter zur Lagerung vorbereitet
  • welche Normen, Maße, Mengen- und Gewichtseinheiten zu beachten sind
  • wie man gesetzliche und betriebliche Vorschriften bei der güterspezifischen Lagerung anwendet
  • wie man arbeitsplatzbezogene Software anwendet
  • wie man Lagerbestände kontrolliert und Abweichungen meldet
  • wie man Lagerkennzahlen unterscheidet
  • wie insbesondere Gefahrgüter, gefährliche Arbeitsstoffe, Zollgut, verderbliche Waren unter Beachtung von Kennzeichnungen und Symbolen zu handhaben sind
  • wie man bei der Bearbeitung von Reklamationen mitwirkt
  • welche Arbeitsmittel man zum Wiegen, Messen und Zählen benutzt
  • wie Güter unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung und der Auslagerungsprinzipien dem Lager entnommen werden
  • wie zusammengestellte Sendungen und Begleitpapiere auf Vollständigkeit zu prüfen, Transportgüter zu kennzeichnen, zu beschriften und zu sichern sind

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Güter lagern, Güter verpacken, Güter kommissionieren) und allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde. 

Drohnen in Logistik und Transport
In Logistik und Transport sollen künftig in großem Umfang Drohnen eingesetzt werden. Getestet werden sogenannte Paketdrohnen derzeit von großen Logistikdienstleistern und Unternehmen mit eigenem Lieferservice. Auch für die Erfassung der Lagerbestände, z.B. bei der Inventur, werden Drohnen bereits erprobt. Eingesetzt werden Drohnen bereits z.B. im Ersatzteiltransport in großen Werken. Um diese Technologie anwenden zu können, müssen sich Fachkräfte die entsprechenden Kenntnisse aneignen.

Einsatz von Wearables in der Logistik
Wearables, d.h. mobile Computersysteme, die man am Körper trägt, erobern auch Lagerhaltung und Logistik. So werden beispielsweise Handschuhe mit eingebautem Minicomputer entwickelt, mit deren Hilfe man u.a. Waren scannen, Objekte erkennen sowie Workflowprozesse überwachen kann. Um für diese Entwicklung gerüstet zu sein, müssen sich die Fachkräfte mit der neuen Technik vertraut machen.

Automatisierung und Vernetzung von Logistikprozessen
Materialflüsse werden zunehmend effizienter. Genutzt werden z.B. fahrerlose Gabelstapler, Transportroboter und vernetzte Regalsysteme. "Intelligente" Transportbehälter können eigenständig Kommissionierungsvorgänge leiten und kontrollieren, indem sie in Echtzeit Informationen über Lagerort, Stückzahl oder Transportwege austauschen. Teilweise holen sie sich dank Energy Harvesting die erforderliche Energie aus der Umgebung, ohne eine zusätzliche Stromquelle zu benötigen.

Quelle Text: Agentur für Arbeit

Kaufmann/-frau - Spedition und Logistikdienstleistung
Berufe rund um Transport, Lager und Logistik

Die Tätigkeit im Überblick
Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung organisieren den Versand, den Umschlag sowie die Lagerung von Gütern und verkaufen Verkehrs- sowie logistische Dienstleistungen.

Die Ausbildung im Überblick
Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie und im Handel.

Typische Branchen
Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung finden Beschäftigung bei Speditionen und Unternehmen im Bereich Umschlag/Lagerwirtschaft

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Verkehrsverbindungen unter Berücksichtigung verkehrsgeografischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte festlegt
  • wie man Kunden berät, auf Kundenwünsche eingeht und Angebote über Speditionsleistungen erstellt
  • welche güterbezogenen Sicherheitsvorschriften zu beachten sind
  • welche Rechte und Pflichten aus betrieblichen Haftpflicht- und Sachversicherungsverträgen entstehen
  • welche Transportmittel sich für bestimmte Güter eignen, welche rechtlichen Bedingungen man berücksichtigen muss und wie man Beschränkungen ermittelt
  • welche Maßnahmen zur Schadensverhütung und Schadensminderung getroffen werden sollen und wie diese überwacht werden
  • wie man qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich anwendet
  • welche Gefahren im Umgang mit Gefahrgut bestehen, welche Gefahrenklassen und -symbole zu beachten sind und wie güterbezogene Sicherheitsvorschriften umzusetzen sind
  • welche Vorschriften man im grenzüberschreitenden Verkehr berücksichtigen muss, welche zoll- und außenwirtschaftlichen Rechtsvorschriften zu berücksichtigen sind und wie das Akkreditivverfahren funktioniert
  • welche Zusammenhänge zwischen Qualität und Kundenzufriedenheit bestehen und welche Auswirkungen dadurch auf das Betriebsergebnis entstehen

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse
In berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Beschaffungslogistik anbieten und organisieren, Exportaufträge bearbeiten, Marketingmaßnahmen entwickeln und durchführen) und in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zusatzqualifikationen
Die Zusatzqualifikation "Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende" soll angehende Kaufleute dazu befähigen, typische berufliche Aufgabenstellungen in einer Fremdsprache wie Englisch zu bearbeiten und z.B. Telefonate und Gespräche zu führen oder Geschäftsbriefe zu verfassen. Für den Erwerb der Zusatzqualifikation absolvieren die Auszubildenden eine Prüfung, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht. Weitere Informationen erteilt die zuständige Industrie- und Handelskammer.

Cobots (kollaborierende Roboter) in der Logistik
Cobots, also kollaborierende Roboter, sollen künftig Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten. Dank hoch entwickelter Sensoren kommen Cobots bei der kleinsten Berührung zum Stillstand, damit nebenstehenden Menschen keine Gefahr droht. Cobots unterschiedlicher Traglastklassen oder fahrerlose Transportsysteme nehmen den Menschen u.a. lange Wege und schwere Lasten ab: Im Lager des Onlinehandels etwa finden sie das Regal mit der georderten Ware und transportieren sie weiter zum Packbereich. Cobots sind handlicher als Industrieroboter, deutlich günstiger in der Anschaffung und können ohne Programmierkenntnisse schnell und flexibel in Betrieb genommen werden. Führungs- und Fachkräfte in der Logistik werden sich mit entsprechenden Investitionsentscheidungen auseinandersetzen bzw. sich durch Weiterbildung auf den Einsatz der neuen Technik vorbereiten.

Künstliche Intelligenz (KI) in der Logistik
Künstliche Intelligenz, also selbstlernende Systeme, dürften künftig viele Aufgaben in der Logistik übernehmen: Intelligente Systeme werden z.B. die beste Route planen oder Bestellvorgänge auslösen. Autonome Drohnen könnten die Inventur des Lagerbestandes erledigen, Waren werden mit autonomen Fahrzeugen transportiert - dank Lieferroboter oder Drohnen sogar bis zum Kunden. Denkbar sind auch Systeme, die selbstständig die Verfügbarkeit von Material und Bestellungen sowie Liefereingänge überprüfen und sich je nach Auftragslage und gewünschtem Produkt eigenständig reorganisieren. Für Fachleute in der Logistikbranche bedeutet dies ein hohes Maß an Innovations- und Weiterbildungsbereitschaft.

Automatisierung und Vernetzung von Logistikprozessen
Materialflüsse werden zunehmend effizienter. Genutzt werden z.B. fahrerlose Gabelstapler, Transportroboter und vernetzte Regalsysteme. "Intelligente" Transportbehälter können eigenständig Kommissionierungsvorgänge leiten und kontrollieren, indem sie in Echtzeit Informationen über Lagerort, Stückzahl oder Transportwege austauschen. Teilweise holen sie sich dank Energy Harvesting die erforderliche Energie aus der Umgebung, ohne eine zusätzliche Stromquelle zu benötigen.

Quelle Text: Agentur für Arbeit